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Tom‘s „Aufbrochenes“. Der Bruch macht die Musik.

Liebe Freunde, es ist wieder soweit! Ein neues Brot steht für euch in den Startlöchern und der Aufhänger klingt ja schonmal…. naja wie klingt er denn? Sagen wir mal so.. Er lässt viel Platz für Kreativität und das ist genau das was wir momentan brauchen!

Bei all dem wahnsinnig tolle Feedback zu unseren gemeinsamen Be a Selbermacher Sessions in den sozialen Medien, bleiben meine ganz persönlichen Innovationsanfälle selbstverständlich nicht auf der Strecke! Zugegeben, ich bemühe mich grundsätzlich kreativ ans Werk zu gehen aber irgendwann is auch mal gut und man muss zurück zu den Wurzel, zum Ursprung… das teuflische Detail da packen wo es am sinnvollsten ist…. am Wesentlichen! Beim Brot backen ist das eben Mehl, Wasser, Salz und Hefe.

Das Netz wird seit längerem schon von all den „Fancybreadartists“ überflutet die sicherlich auch ihre Berechtigung haben. Versteht mich nicht falsch… Ich liebe es sogar denn die sind es, die unserem Handwerk das Duterl Würze verleihen und ihm einen frischen Wind einhauchen. Zwischen all den teils irrwitzigen Kombinationen oder den auch oft sehr interessanten Herangehensweisen ans Brot backen, da sehe ich mich irgendwo. Bei all den „open crumb‘s“ und „california sourdough‘s“ dieser Welt die wundervoller nicht sein könnten, backe ich irgendwo meine Brote. Einfach umzusetzende Rezepturen die schmecken, funktionieren und vor allem Spaß machen. Alles ohne Hokuspokus! Brot backen als Experiment zu betrachten, das bin ich nicht! Bauerbrot mit drei oder vier Zutaten… das bin ich!!! Genau darauf möchte ich mich auch weiter und noch stärker konzentrieren.

Ich denke gerade die Hobbybäckerinnen und Hobbybäcker die recht neu dabei sind oder diejenigen die einfach kein Bock auf diesen Firlefanz haben, sind bei mir an der richtigen Adresse! Heimische Zutaten, theoretisches und etwas praktischen Know-How… und ab geht die Luzi!

Das Streben nach tollem einfachen Brot das seinen Charakter von kleinen einfachen handwerklichen Kniffen aufgestempelt bekommt hat mich dazu veranlasst, das „Aufbrochene“ zu entwickeln. Sein optischen und geschmacklichen Charakter bekommt dieser Laib Brot von der Machart, mit der wir nun an die Teige gehen und endlich los legen! Wir lassen unsere Brotteiglinge über Nacht im Kühlschrank reifen und backen die Brote am Folgetag bewusst mit etwas zu wenig Gare. Durch die zu wenige Gare entsteht im Inneren des Teiglings während des Backens ein Druck, der durch einen wilden unkontrollierten Aufriss aufbricht. Der Teigling ist reif genug zum Backen, hat aber etwas zu wenig Gare. Optisch wirkt das schön rustikal und geschmacklich ist es in so fern genial, weil sich an den Aufbrüchen tolle krosse Krusten mit wundervollen Aromen bilden!

Auf euren Einkaufszetteln steht: Roggen Vollkornmehl (alternativ jedes andere Roggenmehl), Dinkel630 (alternativ Dinkel812, Dinkel1050, Weizen812, Weizen1050, Ruchmehl, W700), Salz, Brotgewürz (kann muss aber nicht), Hefe

Das Aufbrochene!

Roggen-Vollkorn Sauerteig: Teig°C 30°C – Reifezeit 12-14 Stunden im Raum

400g Roggen-Vollkornmehl

400g Wasser

40g Anstellgut

Gesamt 800g Sauerteig (Anstellgut wird nicht berücksichtigt)

Hauptteig: Teig°C 26°C – Mischzeit 14 min im langsamen Gang – Salz erst die letzten 4 min dazu geben – Stockgare 10 min – Teiglinge ca 900g abwiegen und rund Formen – die glatte Seite des Teiglings nach unten ins Gärkörbchen geben – Stückgare über Nacht im Kühlschrank – Ofen 60 min bei 250°C aufheizen – Teiglinge aus dem Kühlschrank in den Ofen geben und wenn möglich Einschwaden – Ofen nach 10 min auf 220°C zurück drehen – Backzeit bei 900g Broten ca 45-55 Minuten

800g Roggen-Vollkorn Sauerteig

320g Wasser

600g Dinkel630

4g Hefe

5g Brotgewürz

10 Minuten langsam Mischen

22g Salz

Weitere 4 Minuten Mischen

Gesamtteig 1751g (2x 875g)

Etwas aus einfachsten naturgegebenen Zutaten entstehen zu lassen, das ist Kunst und Zauberei! Tom the Baker

Be a Selbermacher 2.0. Vollkorn ist für alle da!

Freunde bei all dem Wahnsinn und den überfordernden Einflüssen die täglich aus aller Welt und hier zu Lande auf uns einprasseln, fällt es wirklich sehr schwer wirkliche Konstante in seinem Leben zu definieren. Dinge die man täglich machen muss, die einem aber im Gegensatz zum Wäsche waschen oder Rasen Mähen echte Freude bereiten. Dinge die uns stimulieren und uns glücklich machen… uns und unser Herz zum strahlen bringen. Warum also nicht zum Backen anfangen!?!?

Die früheren ständig hungrigen Generationen backten und kochen um satt zu werden. Sie aßen um ihre Mägen zu füllen. Wir in unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft backen und kochen um uns die Zeit zu vertreiben und unsere Tage zu verschönern. Wir fertigen Lebensmittel auf höchstem Niveau um uns und anderen zu imponieren, aber auch um Menschen glücklich zu machen. Das ist im übrigen auch meine Intension hinter meinen Broten!!

Klingt das nicht nach einer tollen Definition für Luxus??

Egal wie man es dreht und wendet… egal ob Mittel zum Zweck oder tolles Hobby. Essen müssen wir täglich! Gerade jetzt wo wir alle eingeschränkt Leben, wird das immer zentraler und wichtiger. Das ist doch etwas positives das Covid19 mit sich bringt. Wir sitzen wieder gemeinsam am Tisch, Essen, Reden, Lachen, Weinen und kümmern uns wieder um uns. Das ist nicht nur wichtig, das ist das aller aller Wichtigste!!

So komme ich auch zum eigentlichen Thema. Das Backen bzw das Brot. Es trägt alles inne was wir momentan brauchen. Hoffnung, Nahrung, Genuss, Zusammen kommen, Genießen, Gesundheit und Hobby. Also Freunde…. Fangt an zu backen und beglückt euch und eure Lieben!

Im Zuge meiner Be a Selbermacher Sessions, habe ich nun schon zum zweiten mal etwas gemacht das mir so viel bedeutet. Ich habe Menschen mein Handwerk näher gebracht. So viele Menschen haben bis jetzt erfolgreich mitgebacken und das obwohl viele von ihnen die Bäckerschürze vor lauter Frust längst an den Nagel gehängt haben. Der transparente Umgang mit meinem know-how war mir immer schon ein großes Anliegen. Es hilft den Menschen ihr Hobby besser ausüben zu können, aber zeigt auch immer wieder warum das Bäckerhandwerk ein meisterpflichtiges Handwerk ist und bleiben sollte.

Okay… genug der großen Worte. Im Zuge der zweiten Auflage der Be a Selbermacher Challenge erstellte ich im Vorfeld ein sortenreines Weizenvollkorn Rezept. Die markanten Besonderheiten sind das die Brotteiglinge über Nacht im Kühlschrank reifen, ausnahmsweise kein Sauerteig verwendet wird und natürlich der gesamte Charakter dieses tollen Brotes. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte das dies ein Brot ist um Kinder oder auch Menschen die so gar nicht auf Vollkorn klar kommen, an Vollkornbrot heranzuführen. Genuss und Gesundheit geht zusammen!!! Nun gebe ich euch um euch das kruschen in den sozialen Medien zu ersparen nochmals die Rezeptur.

Was kommt auf den Einkaufszettel?

Weizenvollkornmehl (alternativ Dinkelvollkorn oder Emmervollkorn), Hafermilch (alternativ Wasser), Hefe, Dattelsirup (alternativ Apfelsüße oä), Salz, Pflanzenöl, Haferflocken oä für Topping

Be a Selbermacher 2.0: Die Weizenvollkorn Challenge

Weizenvollkorn Kochstück: Hafermilch zum kochen bringen und das Mehl ca 30 Sekunden auf der Flamme einrühren. Das Kochstück über Nacht im Raum stehen lassen.

400g Hafermilch

100g Weizenvollkorn

5g Salz

Gesamt 505g

Biga (Vorteig): Den eher festen Vorteig ca 4 min mischen und über Nacht in den Kühlschrank

400g Weizenvollkorn

250g Hafermilch

5g Salz

5g Hefe

Gesamt 660g

Hauptteig: Teig°C ca 22-24°C – 14 Minuten langsam Mischen – Stockgare 20 min – Stückgare 8-24 Stunden im Kühlschrank – Backen bei 220°C fallend auf 200°C für ca 45 Minuten bei 500-750g Einwaage – Ofen 60 min vorheizen und die Teiglinge aus dem Kühlschrank in den Ofen geben

505g Kochstück

660g Biga

400g Hafermilch

500g Weizenvollkorn

2g Hefe

50g Dattelsirup

10 Minuten Mischen

14g Salz

15g Pflanzenöl

4 Minuten Mischen

Gesamt 2146g

Eine Krise so groß sie auch ist, trägt immer etwas reinigendes und positives in sich! Tom the Baker

„Be a Selbermacher“ Der größte und längste Backkurs der Welt!

Jeder der mir folgt weiß das ich meine „Follower“, nicht als solche betrachte. Das ist mir schlichtweg zu unpersönlich und zu wenig liebevoll. Die Menschen die mir in den sozialen Medien täglich auf die Finger schauen, sind meine Brotfamilie! Das miteinander Backen, austauschen und am Ende die Riesen Freude über das Erreichte. Das ist es was uns zusammen ausmacht. In der doch recht kurzen Zeit in der wir den Weg gemeinsam gehen, erfreuen sich doch schon sehr viele Menschen am Backen und es werden mehr. Trotz der doch resch wachsenden Facebook-Gruppe „Die Brotfamilie“ oder meinen Insta und FB Kanälen, leidet die Qualität dessen was dort passiert keineswegs. Ganz im Gegenteil! Das Niveau ist großartig und das Miteinander gestaltet sich bis auf sehr seltene Ausnahmen genau so wie ich mir das wünsche. Ein respektvoller Umgang miteinander und Verständnis für die Bedürfnisse der blutigen Anfänger, aber auch der Fortgeschrittenen. Alle kommen auf ihre Kosten bzw auf ihr Brot. Vielen lieben Dank an euch da draußen!!!

Die Menschliche Qualität all derer die aktuell genau wie ich Coronabedingt sehr eingeschränkt sind aber dennoch backen möchten, erfüllt mich mit echter Freude. Unsere Aktion „Be a Selbermacher“ war nicht nur wegen dem großen Interesse ein mega Erfolg. Diese Challange hat bewiesen, das Backen zusammen schweißt. Alle stützen sich gegenseitig. Gut… man könnte auch sagen „es handelt sich nur um Brot“. Ich sage „Es handelt sich um Brot!!!!!“ ist das nicht fantastisch!!!!!! Die Menschen blühen auf während sie sich voll und ganz dem Herstellen des eigenen Sauerteiges und der daraus resultierenden Herstellung ihres Brotes hingeben.

Der Beweis für den Mehrwert und der Qualität dieser Idee ist doch der, das nun auch andere Gruppen und Menschen solche Aktionen starten. Es ist einfach nur unfassbar toll was wir dort losgetreten haben.

Nun aber genug der großen Worte. Ich möchte euch hier nochmals eine Zusammenfassung zur Verfügung stellen, die euch durch alle Schritte führt und vielleicht auch noch mehr Klarheit in die Sache bringt. Kurz zur Übersicht. Begonnen hat die Aktion mit dem fünftägigen Ziehen der eigenen Sauerteigkultur. Geendet ist das Ganze im Backen des eigenen Brotes. Okay…. Dann legen wir mal los!

Tom‘s Be a Selbermacher Sauerteigschule!

Tag 1: Schnappt euch ein sauberes Weckglas. Gebt in dieses Weckglas 40g lauwarmes Wasser und 40g Roggen-Vollkornmehl. Verrührt es zu einer glatten Masse. Verschließt dieses Glas, deckt es mit einem Tuch ab das es dunkel steht und platziert es an einem warmen Ort der immer zwischen 21 und 26 Grad warm ist. Dieses Glas bleibt dort 24h stehen. Das ist die Stufe1 eures eigenen Sauerteiges.

Tag 2: Nachdem die 24h rum sind, öffnet ihr euer Weckglas. Riecht dran, schaut es gut an und lasst eure Gedanken schweifen. Gerüche von Banane, frischem Gras, Erde, Wald und Heu sollten eure Nase verwöhnen. Nun gebt ihr auf diese duftende Masse 40g lauwarmes Wasser und 40g Roggen-Vollkornmehl. Diese drei Komponenten (Stufe1, 40g Wasser und Roggen-Vollkornmehl), ergeben eure Stufe2. Auch diese Stufe2 sollte nun an einem flauschig warmen Ort für 24h reifen.

Tag 3: Heut sollte sich bereits richtig was getan haben. Es sollten intensive Gerüche wahrzunehmen sein und auch optisch solltet ihr eine schöne offenporige Lockerung verzeichnen können. Die enzymatische Aktivität und die umtriebigen Hefen tuen was die Natur für sie vorgesehen hat. Sie fermentieren alles. Auch heute und das könnt ihr euch sicher denken, wiegt ihr auf die Stufe2 eure 40g lauwarmes Wasser und 40g Roggen-Vollkornmehl. Dies ergibt Stufe3 die genau wie ihre 2 Vorgänger, 24h an einem warmen und dunklen Ort reifen sollte.

Tag 4: Jetzt habt ihr im Idealfall schon etwas vor euch, das einem Sauerteig sehr nah kommt. Im Grunde ist es bereits ein Sauerteig dem allerdings noch etwas Energie fehlt. Energie im Sinne von Futter. Futter im Sinne von Roggenmehl. Wir bleiben unserem Weg treu und wiegen auch heut auf unsere Stufe3 die obligatorischen 40g lauwarmes Wasser und 40g Roggen-Vollkornmehl. Diese Stufe4 ist einem fertigen Sauerteig schon sehr sehr nahe. Ab jetzt wird es richtig interessant. Aber auch dieser Kerl geht wie seine Vorstufen für 24h zum Reifen.

Tag 5: Fast geschafft. Beim öffnen des Glases sollte nun ein intensiver Sauerteiggeruch wahr zu nehmen sein. Die Säure sollte hier klar im Vordergrund stehen. Alles was für euer Verständnis angenehm ist, ist auch korrekt. Klar… es ist ein intensiver Geruch und ein kräftiges Aroma. Deshalb heißt er auch Sauerteig. Gebt bitte auch diesmal auf die Stufe4 die 40g lauwarmes Wasser und 40g Roggen-Vollkornmehl. Nach der 24h Reifezeit, ist diese Stufe5 euer fertiger Sauerteig und gleichermaßen euer Anstellgut. Ihr wollt ja länger was davon haben.

Tag 6: Nun steht er endlich vor euch… euer eigener fertiger Sauerteig. Da steck alles an Liebe und Geduld drinnen. Hegt und Pflegt ihn wie euren Schatz. Nun geht es folgendermaßen weiter. Nehmt zwei lehre Weckgläser, gebt je 10g eures Sauerteiges, 100g Roggen-VollkornMehl und 80g lauwarmes Wasser hinein. Verrührt das alles, lasst es ca 12 Stunden im Raum reifen und packt beide Gläser in den Kühlschrank. Das ist eure Kultur, euer Anstellgut für eure noch kommenden Sauerteige. Auf den restlichen Sauerteig (das sollten etwa 350-400g sein, da durch die Bildung von Gasen Gewicht verloren geht) gebt ihr bitte 200g lauwarmes Wasser und 200g Roggenvollkornmehl. Stellt es dunkel und warm zum Reifen….. 10 Stunden sollten reichen. Dies ist nun das Gold aus dem Brotträume gemacht werden….. Eure Brotträume!!!!

Nach den etwa 10 Stunden geht es endlich ans Finale… das Backen! Wir backen ein klassisches bayerisches 70/30 Roggenvollkorn Mischbrot. 70/30 bezieht sich auf das Mehlverhältnis das aus 70% Roggenvollkorn und 30% Brotweizen oder Dinkel bestehen wird. Nun geht los!

Das Be a Selbermacher:

Der Teig sollte ca 28-30°C haben. Dies erreicht ihr indem das Wasser für den Teig etwa 36°C hat. Ihr vermengt alle Zutaten im langsamen Mischgang für 14 Minuten. Lasst den Teig nun 20 min ruhen. Formt nun den Teig, legt ihn ins Gärkörbchen oder in eine mit einem Küchentuch ausgelegte Salatschüssel und lasst ihn etwa 45-90 min reifen. Ohne Hefe kann das 3-5 Stunden dauern. Heizt den Ofen etwa 60 min auf 250°C vor. Backt am besten auf nem Stein. Ein Blech oder Topf is auch okay. Schiebt den Teigling in den Ofen, schwadet wenn möglich ein und stellt den Ofen nach 10 min auf 230°C zurück. Die gesamte Backzeit beträgt ca 70 min. Das Rezept ergibt ein Brot.

800g Sauerteig

400g lauwarmes Wasser (das Wasser kann 20g nach oben und unten schwanken)

300g Roggen-Vollkornmehl -Alternativ Roggen1150, Roggen1370 oder andere Roggen-Vollkornmehle

300g Weizen1050 -Alternativ Weizen812, T80, W700, Dinkel630, Dinkel812, Typ1 Dunkel, Manitoba

10g Brotgewürz

5g Hefe (kann, muss aber nicht)

Mischt alles 10 Minuten

21g Salz

Lasst das Salz 4 Minuten einlaufen

1,836 Kg Gesamtteig

Dies meine Freunde ist ein so unendlich wertvolles und genügsames Brot. Es schmeckt einfach genial und hält sich sehr lang. Dies ist eine Grundrezeptur und kann mit Saatenmischungen, Nüssen oder auch Trockenfrüchten beliebig erweitert werden.

Erklärung der zwei Gläser Anstellgut in eurem Kühlschrank:

Eines dieser beiden Gläser ist quasi eine Sicherheitsreserve. Die könnt ihr im nächsten Brotteig einmischen ohne dabei etwas zu berücksichtigen. Das übrige Glas solltet ihr von nun an hegen und pflegen. Es ist ein Familienzuwachs dem man die nötige Zuneigung zukommen lassen sollte. Das heißt folgendes. Dies ist sozusagen der Kickstarter für eure nächsten Sauerteige. Wenn ihr beispielsweise ein Rezept backt in dem ihr 800g Sauerteig benötigt wie im obigen, benötigt ihr 40g dieses Anstellgutes. Warum 40g? Diese 40g sind 10% der Mehlmenge des Roggenmehles in euren 800g Sauerteig. Der Sauer besteht aus 400g Roggenmehl und 400g Wasser. Das Wasser muss man nicht Versäuern, wohl aber das Mehl. Um das zu erreichen benötigen wir eben diese 10% Anstellgut als Sauerteigstarter, bezogen auf die Mehlmenge des Sauerteiges. Solltet ihr bemerken das euer Anstellgut im Kühlschrank zur Neige geht, müsst ihr neues ansetzen. Das geht folgendermaßen. Ihr nehmt ein sauberes Weckglas. Dort gebt ihr 10g von eurem Anstellgut, 100g Roggenvollkorn und 80g lauwarmes Wasser hinein und verrührt alles zu einem glatten Teig. Lasst das alles für 12-14 Stunden an einem dunklen und warmen Ort reifen und stellt es anschließend in den Kühlschrank. Das meine Freunde ist nun euer Sauerteig Rhythmus. Nun steht eurem Brot nichts und niemand mehr im Weg!!!

Herzlichen Glückwunsch 🍾

In schweren Zeiten sind es die wesentlichen Dinge die uns Trotz Abstand zusammen führen! Tom the Baker

Food is(s)t nicht gleich Food! Wenn Essen zum Trend wird.

Trends sind meist Fluch und Segen zugleich. Meistens verbirgt sich hinter einem Trend einer oder Mehrere kluge Köpfe mit einer tollen und kreativen Idee. Diese Idee wird anschließend oft an jemandem Dritten weiter gegeben der in diesem innovativen Gedankengut, lediglich eine Umsatzquelle sieht die ausgeschöpft werden möchte. 

Grundsätzlich ist auch dies nicht verwerflich, ganz im Gegenteil. Was nur leider zu oft zu beobachten ist, ist das solch wundervolle Produkte, Innovationen und Neuerungen die in der Regel immer den Zahn der gesellschaftlichen Bedürfnisse treffen, dem Hintergrund der Umsatzquelle zum Opfer fallen.

Das Ende vom Lied ist etwas das der Grundidee der Sache nicht mehr entspricht. 

Nehmen wir doch mal als aktuelles Beispiel das Porridge. 

Das Poriddge ist sicher alles andere als eine Neuerung. Es hat sich aber jemand Gedanken darüber gemacht wie man dieser alten nordischen Speise wieder zu Ruhm und Glanz verhelfen kann. Gerade im UK und in Skandinavien wurde das Porridge mit Hilfe von Büchern, medialer Aufmerksamkeit und natürlich der Wirksamkeit der Bekanntheit der größten Starköche extrem gepusht. Was kleine nette Food StartUps für sich wieder neu entdeckten, verwurstet die Industrie nun im exorbitant großen Stil. Das wäre auch noch völlig okay, wenn an diesem Glied dieser langen Kette nicht zwei entscheidende Dinge leiden müssten…. meistens zumindest!!

Es ist in erster Linie die Qualität. Die großen Lebensmittel Konzerne brauchen Marge um Gewinne zu erzielen. Das funktioniert leider nur mit Rohstoffen von eher schlechterer Qualität. Die Liste der Dinge die diese Rohstoffe schlecht machen ist ewig lang. Solch Spielereien wie echtes Obst oder Gemüse in ausreichender Menge, echte natürliche Aromen, wenig Zucker und Salz und ehrliche Zutaten, haben bei einer Kalkulation in solchen Größenordnungen keinerlei Platz.

Was mich zum zweiten Punkt führt…. Der Verbraucher!!

Er bzw Sie kauft diese meist sehr sparsam hergestellten Produkte zu Preisen, die vorn und hinten selten auf das passen was man dann vor sich hat. 

Mindestens genauso oft kann man gerade bei den Hausmarken der Discounter einen für meinen Geschmack völlig unrealistisch niedrigen Preis beobachten. 

Ich bedaure sehr das spätestens hier nicht der gesunde Menschenverstand der Konsumenten einsetzt.

Ich möchte beim Beispiel Cerealien bzw Porridge bleiben. Das geht einfach nicht zusammen, das 500g Frühstücksmüsli mit Trockenfrucht und Nussanteil, für teilweise unter 2€ oder manchmal noch weniger über die Theke geht. An diesem Punkt stelle ich mir ehrlich die Frage ob ein Teil der Verbraucher nicht nachdenkt!? Ganz sicher tut er bzw sie das nicht! 

Ganz grausam wird es dann, wenn der klassische Discount Kunde feststellt (das passiert zu meist über die Medien), das seine Lebensmittel nicht das sind was sie auf dem Etikett versprechen. Dann geht die Debatte erst richtig los. Hier liebe Freunde bin ich an einem Punkt wo ich knallhart sage…. am Ende des Tage sind Hersteller und Verbraucher gleichermaßen…. also 50/50…. Hälfte-Hälfte… daran Schuld, das die Lage ist wie sie ist. Konsumenten werden oft veräppelt, Dinge werden verkauft die nicht sind was sie sind, Menschen werden mit der Verwendung unverständlicher Ausdrucksformen um die Tatsächliche Information der Inhalte betrogen … und und und. 

Da tragen beide Seiten ihr Päckchen der Schuld. All das ist auch nicht schlimm….. schlimm ist, das sich dieser doch immens hohe Teil der Verbraucher stets beklagt, das man im Supermarkt nur vereimert wird. 

Das ist als würde ich ein runtergekommenes 2 Sterne Hotel irgendwo am Wasser buchen und ein Luxus Domizil in der Karibik erwarten.

Die Liste der Ausreden sich und seinen Lieben anständige Lebensmittel zu kaufen ist so Lang wie 100 Rollen Klopapier.

In der Stadt gibt es keine Bauernhöfe wo man kaufen kann… der nächste Biomarkt ist zu weit weg… Ich arbeite den ganzen Tag… gute Lebensmittel sind zu teuer… ich hab ne Riesen Familie… warum soll ich dem Bauern das Geld hinten rein schieben, der zieht einen eh übern Tisch… Ich zahl doch dem dummen Bauern nicht noch seine riesigen Ländereien mit… meine Kinder essen kein Bio… Bio is eh der größte Betrug… das fertig gekochte geht viel schneller nach nem stressigen Tag… meine Familie mag eh kein Obst und Gemüse… warum soll ich für meine Wurst beim Metzger vier Euro zahlen, wenn ich’s im Discount um Einen Euro bekomme…

Ich könnte endlos so weiter machen. Alles Argumente aus Gesprächen die ich selber geführt habe.

Wollen wir an dieser stelle wirklich noch so weiter machen??? Wollen wir unsere Argumente für tolle Lebensmittel und eine frühzeitige Aufklärung der Kids bereits im frühen Schulalter wirklich „kaputt bashen“ nur um sich irgendwie eine eigene Wahrheit zu erlügen die eh vorn und hinten nicht stimmen kann und nur als Ausrede dient???

Ich wäre dafür zu handeln!

Die Big Player am Markt wird man mit Meckern nie dahin treiben können, das sie dem Kunden auf transparente Art ihre Produkte präsentieren. Das geht nur über das „einfach nicht kaufen Prinzip“. Die Verbraucher sollten die Muskeln ihrer Masse endlich mal spielen lassen.

Was meint ihr was passiert, wenn Familien einfach mal einen Monat stark sind und ihren Kindern nicht schon in der Früh diesen völlig überzuckerten Mist rein schieben…!?

Wenn alle einfach mal vier Wochen kein Müsli kaufen. Was das bewirken würde lässt sich nur erahnen. Entweder verschwinden diese schlechten Produkte oder man tritt in einen Dialog. Beides wäre ein Fortschritt!

Ehrlich zu sich selber sein und sich eingestehen, das man sich die letzten Jahre eben nicht mit der Intensität mit seinen Lebensmitteln beschäftigt hat, die eigentlich nötig ist.

Ernährung, egal ob Essen oder Trinken, ist ein Thema dem man eine große Aufmerksamkeit zukommen lassen muss. Es ist komplex und es erfordert echtes Interesse, einmal hinter die Fassaden zu schauen und Dinge zu hinterfragen. Wenn ich mir um das was ich meinem Körper gebe nicht auch ehrliche Sorgen und Gedanken machen darf, um was denn dann???

Ich fänd es feierlich wenn einfach alle mal inne gehen und überlegen ob das passt was da so im Kühlschrank und in der Speisekammer schlummert. 

Wenn’s passt dann passt‘s…. Wenn nicht dann müssen wir endlich was ändern!

Im Zuge dieses Artikels, werd ich euch gaaaaanz bald meine neueste Brotentwicklung zur Verfügung stellen. Ein Proteinbrot, das tatsächlich eines ist!!!

Such dir keinen Weg. Sei selber der Weg!! Tom the Baker

Tom‘s Epi de Ble. Ein Brot für mehr „Zusammenkommen“.

Ein Brot zu brechen bedeutet weit mehr als Essen miteinander zu teilen. Das brechen von Brot steht für das einreißen unnützer Grenzen. Ich rede hier nicht von geographischen Grenzen auf der Landkarte. Ich rede von geistigen Grenzen, von emotionalen und vorurteilsbehafteten Mauern, die einen Grenzwall wie einen dicken Keil zwischen Menschen sämtlicher Herkunftsländer, Glaubensrichtungen und Hautfarben treibt. 

Ein respektloser und intoleranter Umgang miteinander ist bereits zur Normalität geworden und das demokratische äußern der „eigenen freien Meinung“ dient lediglich noch als Werkzeug, Menschen in aller Öffentlichkeit zu demontieren und so schlecht zu machen wie es nur irgendwie geht, nur um seine eigenen Unzulänglichkeiten versteckt zu halten. 

Alles….einfach alles wird politisch instrumentalisiert und …. ich möchte nicht nur von „unserer“ Gesellschaft reden….. die Menschheit zerstört sich weiter …. Tag für Tag. Täglich bewegen wir uns sehenden Auges in die Messerklinge, die wir uns selber schleifen, bis wir es endlich geschafft haben uns selber zu Richten!

Jetz wird der ein oder andere denken oder sagen das ich vielleicht n Ding an der Waffel hab und nicht ganz knusper bin. Denen soll gesagt sein…. „das verleugnen dieser übermächtigen Probleme verschlimmert die Situation immer und immer weiter!“

Zugegeben… Ich instrumentalisiere hier auch auf eine gewisse Art und Weise. Ich nutze mein Handwerk bzw das Brot als „heiligen Gral der Erlösung“ um darauf aufmerksam zu machen, das sich der Mensch seit dem es ihn gibt, noch nie so ekelhaft und asozial aufgeführt hat, wie er sich im 21‘ten Jahrhundert aufführt. Ein treffenderes Wort als asozial fällt mir auch ehrlich gesagt nicht ein!

Mein Wunsch wäre es wieder an einen Tisch zu kommen. Nicht um irgendwelche dummen Verträge zu unterzeichnen an die sich eh keiner hält.

Ich würde mir wünschen das Essen wieder als sozialen Kern in die Mitte unserer Gesellschaft zu rücken. Das „miteinander Speisen“ löst so unendlich viele Probleme in Luft auf. Zusammen an einen Tisch kommen, ganz gleich wo wer her kommt oder hin geht. Miteinander Essen, Reden, Austauschen … ein respektvoller Dialog miteinander und nicht alle gegen alle.

Ich gehe jede Wette ein, das der gemeinsame Genuss sämtlicher toller Dinge aus aller Welt, eine reinigende Wirkung haben würde. Das Brot als Sinnbild für das Zusammenkommen!!!

Ich weiß, dieser Wunsch wird überdeckt von Habgier, Neid und Missgunst. Vielleicht besinnt sich der Ein oder die Andere jedoch auch die Kraft einer reich gedeckten Tafel und führt Menschen zusammen und treibt sie nicht auseinander!

Mir ist bewusst das wir uns jetzt nicht alle an einen Tisch setzen können…. das dient auch nur als kleine Brücke hin zum Gedanken der Zusammenkunft und des Respektes.

Ich rede davon die so wesentlichen Dinge wie eben Essen, Trinken, Genießen und wohl fühlen, miteinander zu erleben und andere daran teil haben zu lassen. 

Um einem solchen Anlass auch ein passendes Brot der Extraklasse beisteuern zu können, möchte ich dir mein „Epi de ble“ vorstellen.Ein reines Weizenbrot das so traditionell wie nur irgend möglich hergestellt wird.Kein Schnickschnack, kein Blingbling…. einfach geiles Brot das sämtliche Mundwinkel nach unten klappen lässt. 

Auf deine Einkaufliste gehört:

T65- alternativ Weizen550, W700, Halbweißmehl, feines Ruchmehl, T55, Tipo 0 Orange

T80- alternativ Weizen812, W1100, Halbweißmehl, Ruchmehl, Dinkel812

Salz

Hefe

Epi de ble

Weizensauerteig: 12-14 Stunden im Raum Reifen lassen – Teig°C 24-26°C

  50g T65

  50g T80

  90g Wasser

  10g Anstellgut

Gesamt 190g Sauerteig

Autolyse: 30-60 min im Raum oder über Nacht im Kühlschrank – Teig°C 22°C

750g T65

525g Wasser

Gesamt 1275g Autolyse

Hauptteig: Teig°C 22°C – Mischzeit 18 min im langsamen Gang – Teig ca 20 min im Raum stehen lassen und 1-2 mal Dehnen und Falten – Teig über Nacht in den Kühlschrank – Teig direkt aus dem Kühlschrank SEHR schonend zum Stangenbrot formen – den Teigling 30-60 min im Raum abgedeckt ruhen lassen – Teigling einschneiden und bei 260°C fallend auf 240°C in den Ofen geben und bei einer Teigeinlage von etwa 450g für ca 35-40 min backen

1275g Autolyseteig

  190g Sauerteig

    18g Salz

      2g Hefe

Gesamtteig 1485g

Mit vollem Mund kann man nicht Reden. Das ist auch womöglich besser so!! Tom the Baker

Tom‘s Emmer-Feige-Nuss. Ein wahrlich dekadentes Stück.

Brot ist das wohl schizophrenste aller Lebensmittel. Es ist nämlich nicht „nur“ Lebensmittel! Es ist in erster Linie ein Grundnahrungsmittel das jedem Menschen immer zur Verfügung stehen sollte. Ich habe diesen naiven Wunsch, das wir es irgendwann schaffen Brot und Trinkwasser für alle Menschen dieser Erde zugänglich zu machen. Träumen darf erlaubt sein. Über das Grundnahrungsmittel hinaus, ist Brot eben auch ein Lebensmittel das fast schon aus einer angeborenen Gewohnheit heraus zum täglichen Ernährungsplan dazu gehört. Für den ernährungsbewussten Esser ist Brot zudem noch ein fester Bestandteil in der Reihe aller Nahrungsmittel. Dieses Nahrungsmittel soll nicht nur sättigen. Es soll einen ernährungsphysiologischen Job erfüllen und gesund und satt machen. Ballaststoffe, Mineralstoffe, Vitamine und Proteine…..am Besten alles in Vollkorn. Am Ende dieser Kette steht dann die Genießerin bzw der Genießer. Diese Gattung der Brotesser gehöre ich an! Natürlich ist Brot in erster Linie Grundnahrungsmittel und Lebensmittel. Für mich ist dieses wesentlichste aller Nahrungsmittel aber auch eines… es ist mein Genussmittel Nummer eins! Zugegeben…. unser einer backt sich halt auch auf die „schnelle“ das Brot welches man will. Ich erfreue mich aber auch an einem gut gemachten einfachen Mischbrot. Es darf aber auch gern etwas mehr sein und ab und an sind meine Brote fast schon dekadent…. so wie meine Emmer-Feige-Nuss. Emmer-Vollkorn ist ja schonmal ein sehr besonderes, geschmackvolles und spezielles Getreide. Gemeinsam mit der Feige-Nuss Mischung ist das gesamte Brot dann ein wahres Luxusbrot das sicher nichts für jeden Tag ist. Es ist aber was für besondere Anlässe und/oder zu besonderen Beiwerken wie tolle Aufstriche, Salate oder ähnliches. Speziell zu „Nahöstlichen“ Speisen passt dieses Brot einfach nur perfekt. Am besten schmeckt es aber tatsächlich einfach pur. Die Rohstoffe sind alle samt extrem hochwertig und somit ist auch dieses Brot der extravagante Star zu jedem Essen!!

Auf deinen Einkaufszettel gehört:

-Emmer-Vollkornmehl (alternativ Dinkel-Vollkorn oder Weizen-Vollkorn)

-getrocknete Feigen (alternativ Datteln, Pflaumen oder Rosinen)

-Haselnüsse ganz (alternativ Walnüsse, Pekanüsse)

-Rübensirup (alternativ Dattelsüße, Kokossirup oder Apfelsüße)

-Lupinenjoghurt (alternativ Soja- oder Mandeljoghurt)

-Hefe

-Salz

-Pflanzenöl

Nach dem Shoppen ist vor dem Backen… also gehts nun ab an die Teigkneter!

Emmer-Feige-Nuss

Emmer-Vollkorn-Kochstück- Mehl ca 1,5 Minuten im Wasser kochen

  50 g Emmen-VK-Mehl

200 g Wasser 

    2 g Salz

Gesamt 265 g

Emmer-Vollkorn-Sauerteig- 10-12 Stunden im Raum reifen lassen

200g Emmer-Vollkorn-Mehl

170g Wasser

  20g Anstellgut Weizen

Gesamt 370g Sauerteig 

Feige-Nuss-Quellstück- über Nacht Quellen lassen

200g getrocknete Feigen

180g geröstete Haselnüsse

125g warmes Wasser

Gesamt 505 g

Hauptteig- Teig°C 24°C – Mischzeit 14 min langsam – Stockgare 30 min – Kalte Stückgare 12-14 Stunden – Backen bei 260°C fallend auf 230°C für 45-50 min bei 900g Teigeinlage – !!! Erst nach 60 Sekungen beschwaden!!!

370 g Emmer-VK-Sauerteig

265 g Emmer-VK-Kochstück

750 g Emmer-VK-Mehl

    6 g Hefe

  30 g Rübensirup

  50 g Lupinenjoghurt

250 g Wasser 

Zum Ende der Knetzeit!! (1,5 min vor Knetende)

19 g Salz

20 g Pflanzenöl

1 Minute langsam einlaufen lassen 

505 g Feige-Nuss-Quellstück

Gesamtteig  2265 g

Dekadenz und Genuss liegen oft sehr eng beieinander! Tom the Baker

Tom‘s Sonnenrübe. Gesund, Nahrhaft und lecker!

Im Grunde genommen ist es nicht schwierig kreativ zu werden. Schwierig ist es kreativ zu bleiben und dabei seiner Linie treu zu bleiben. So geht es mir bei so gut wie jeder Rezeptur die ich für dich baue. Mein Bestreben ist es, die besten Zutaten in einem Brot zu verarbeiten und dabei Rohstoffe aus der Region und Saison fest im Blick zu haben. Hinzu kommen natürlich meine wichtigsten Punkte. Gesundheit, Genuss und Wohlbefinden. All diese Punkte gehören für mich zu einem hervorragenden Laib Brot. Ich denke es ist normal, das es mit solch einer Philosophie immer wieder gleiche Abläufe und Zutaten gibt. Ja selbst die Rezepturen schwanken teilweise nur minimal bis gar nicht. Hier sind wir an dem Punkt für den ich den Beruf und das Leben des Bäckers so Liebe. Ich kann Montag und Dienstag das gleiche Brot backen. Gleiche Zutaten, gleiche Backzeit, gleiche Temperaturen. Vielleicht ist es das gleiche oder ähnliche Produkt wie am Vortag, jedoch nie das selbe!

Die Sonnenrübe vereint all die Dinge die ich für so unendlich wichtig halte. Wir haben 70% Vollkornroggen, 30% Weizen 1050, Salz, Pflanzliches Öl, Hefe, gelbe Rüben und Sonnenblumenkerne. Ich bin sehr vorsichtig mit dem Wort „Superfood“, aber das meine Freunde geht sehr stark in diese Richtung. Ich leiste ein wöchentliches Trainingspensum von 20-30 Stunden. Da ist so ein Laib voller Energie und Kraft genau das was mein Körper und mein Geist braucht….. und meine brotverrückte Seele sowieso!

Okay… Was gehört auf eure Einkaufsliste?

-Waldstauden Roggen-Vollkornmehl (Alternativen sind: Roggen-Vollkorn, Roggen 1370, Roggen1150)

-Weizen 1050 (Alternativen sind: Weizen 812, Weizen-Vollkorn, Dinkel 630, T80)

-Hefe

-Salz

-gelbe Rüben (Karotten) (Alternativen sind: Kürbis, rote Beete)

-Sonnenblumenkerne (Alternativen sind: Kürbiskerne, Leinsaat, Sesam)

-Rapsöl (Alternativen sind: jedes Pflanzenöl)

Und nun aber ab in die Backstube!!

Tom‘s Sonnenrübe:

Roggen-Vollkorn-Sauerteig- Teig°C 30°C – Reifezeit 12-14 Stunden im Raum (21-26°C)

400g Waldstauden-Roggen-Vollkornmehl

380g Wasser

  40g Anstellgut

780g Sauerteig

Hauptteig- Teig°C 28-30°C – 14 min langsam mischen (Öl und Salz am Ende hinzu) – 30-45 Stockgare – 45-90 min Stückgare – Backen bei 260°C fallend auf 230°C für 65min

780g Sauerteig

400g Wasser

300g Weizen1050

300g Waldstauden-Roggen-Vollkornmehl

175g Sonnenblumenkerne (geröstet und etwas eingeweicht)

180g gelbe Rüben fein gewürfelt (etwa eine große Rübe)

    8g Hefe

10 min langsam mischen

  21g Salz

  20g Rapsöl

2184g Gesamtteig (ergibt 1x Laib)

Ein gutes Brot ist wie eine echte Freundschaft. Sie nähren Seele und Geist, bereichern das Leben und halten Gesund! Tom the Baker

Lecker Brot ohne Peitsche. Genießen und nur wenig Leiden!

JaJa…. Die Sache mit der Ernährung, dem Körper und dem Kopf. Drei Dinge die in ständiger Konkurrenz zu einander stehen. Der Körper möchte Bewegt und betankt werden und der Geist möchte nicht selten lieber Ruhen und trotzdem betankt werden. Der Inhalt dieser Büchse der übergewichtigen Pandorra ist ganz klar ein Schweinehund. Der Eine hat mehr mit ihm zu kämpfen, der Andere weniger… aber schlussendlich hatten alle mal mit ihm zu tun. 

Ich bin in der glücklichen Position sagen zu können, das mich mein Schweinehund, zumindest was Sport angeht, komplett in Ruhe lässt. Manchmal glaube ich das der Mistkerl ein Marathonläufer ist bei dieser Freude die in mir aufkommt wenn ich ans Sporteln denke. 

Nun ist die Problematik nicht die, zu viel oder zu wenig Sport zu treiben. Die Probleme tauchen auf, wenn die Ernährung und die damit verbundene Energieaufnahme nicht zum Grundumsatz des jeweiligen Menschen passt. Ich kenne nicht viele Leute die diesen Balanceakt hin bekommen ohne nicht mal Ausschläge nach oben oder unten zu verbuchen.

Ich hab das ganz gut im Griff aber auch ich gönne mir ab und an bewusst was geiles zu naschen, wohl wissend das ich diesen Überschuss an Energie am nächsten Tag raus ballern werde.

Verzwickt wird es spätestens dann, wenn ich täglich einen Energieüberschuss zu mir nehme ohne diesen mit Bewegung entgegen zu wirken. In Summe bedeutet das die Zunahme von Körpergewicht. 

Okay man muss ganz klar sagen…. jeder Mensch ist anders, jeder Mensch verstoffwechselt anders und jeder Mensch springt individuell auf Sport und Ernährung an. Ich denke das der Schlüssel zum Erfolg die Geduld ist. Die Erfolgserlebnisse stellen sich irgendwann automatisch ein. Man darf nur nicht einknicken. Auch darf man sich nicht verrückt machen lassen wenn die Waage mal fies zu einem ist… das kommt vor. Deshalb mein Rat. Geht nicht mehrmals die Woche auf die Waage. Einmal alle zwei Wochen reicht völlig aus.

Vertraut eurem Körpergefühl. Euer Körper sagt euch wann er etwas braucht. Dinge wie Hunger, Durst oder Lust auf bestimmte Sachen kann der Körper Gott sei Dank viel besser allein erkennen und ansagen wann es Zeit ist zu Essen und zu Trinken. Das ist auch der Grund warum ich kein Fan von festen Essenszeiten bin.

Der deutsche Klassiker „08:00 Uhr Frühstück, 12:00 Uhr Mittag und 18:00 Uhr Abendessen plus evtl 15:00 Uhr Kaffee und Kuchen“, ist der totale Wahnsinn!!! Da wundert es mich nicht das unsere Gesellschaft mind 20% zu viel Körpergewicht mit sich rum trägt. Wenn mehr Zeit für Essen als für Bewegung drauf geht, kann das nicht gesund sein.

Ihr seht also… die Rechnung ist wirklich nicht kompliziert, man muss den Rechenweg nur sauber einhalten!

Was du isst, bestimmst du auch ganz für dich allein. Sei dir nur dessen bewusst… Je mehr Energie dein Essen mit sich bringt, desto mehr heißt es schwitzen. 

Ich möchte auch nicht als Ernährungsguru alles schlecht reden. Als Veganer appelliere ich nur an jeden einzelnen, seinen Konsum von tierischen Produkten einmal zu überdenken. Ich gehe jede Wette ein, das der Großteil von euch zu viel Milch- und Fleischprodukte zu sich nimmt. Versteht mich nicht falsch… sei es euch gegönnt. Denkt nur bitte daran. Ernährungsphysiologisch ist dieser völlig maßlose Konsum von tierischen Produkten nicht nur extrem schädlich für unsere Umwelt. Sie schadet auch uns, unserem Organismus und unserer Leistungsfähigkeit. Die ausgewogene Mischung machts!

Da ich mit meinem neuen Herzensprojekt hier noch am Anfang stehe, möchte ich den Bogen des guten Geschmacks auch nicht überspannen. Am Ende bekommt ihr von mir jedoch noch zwei nette Ideen, die euch gut und lecker über den Tag bringen.

In der Früh starte ich wahnsinnig gern mit solch einer tollen Obst „bowl“ wie es in Neudeutsch heißt. Ein bunter Teller voll mit allem was das Herz begehrt und braucht. Bananen, Äpfel, Orangen, Birnen, Trauben… ganz gleich. Ich bin kein Fan mit Getreide wie Haferflocken oä zu starten, da ich so zu viel meines Energiepensums bereits in der Früh verzehre. Wie schade is das denn, zur Hauptmahlzeit Abstriche machen zu müssen. Außerdem sättigt so ein Obstteller für mehrere Stunden und schützt unser Immunsystem. 

Wenn es euch zur Mittagsstunde im Magen grummelt, würde ich hier auch frisches Gemüse mit nem geilen Dip zurück greifen. Ich bin kein großer Fan von Sojaprodukten jedoch ist es gerade für Einsteiger am einfachsten auf Produkte zurück zu greifen, die jeder Supermarkt im Regal hat. So bietet Dr. Oetker (Nein ich bekomm keine Kohle für diese Werbung) eine vegane Creme fresh an. Diese basiert auf Soja. Der Vorteil hier ist folgender. Wenig Kcal, tolle Proteine und guter Geschmack. Auch Alpro bietet hier mittlerweile Unmengen an pflanzlichen Joghurtalternativen an. Ein handelsüblicher Naturjoghurt geht natürlich auch immer. Vielleicht rührst du nen Schlückchen geiles Olivenöl in den Joghurt, würzt ihn mit Salz und packst noch Kürbiskerne oben drauf und zack hast du ein mega geiles Mittag im Tappas Style. 

Ich weiß was du jetzt denkst… „wenn das alles so einfach währe…“ das ist es!!

Machen ist wie wollen… nur geiler!!! Tom the Baker

Tom‘s Knusperstangen. Ein Baguettebrot das beides kann.

Irgendwie hat es sich in den letzten Jahren so zur Normalität entwickelt, das Baguette, Croissant und „Open Crumb“ die heiligen Gräle der modernen Backstube sind. Versteht mich nicht falsch… das ist alles toll und großartig. Bei all der Begeisterung sollten wir nicht vergessen wie breit das Feld der Backwaren doch ist. Gerade solch alte Klassiker wie Mischbrot oder Weißbrot kann man wunderbar in eine Gold/Gelb leuchtende Prinzessin verwandeln. Auch ist es wundervoll zwei grundverschiedene Dinge wie ein Brot und ein Baguette zu vereinen. Jetzt werden sich viele Fragen… „is das nicht das Gleiche?“ weit gefehlt. Die wesentlichen Unterschiede sind zum einen die Frischhaltung, die Struktur der Porung, die Dicke der Kruste, die Teigführung… und und und.

Meine Idee ist es, den typischen Baguettegenuss auch zwei oder drei Tage erleben zu dürfen. Sicher gibt die Kruste etwas nach, aber der Genusswert bleibt fast der Gleiche.

Wie schafft man diesen Spagat hin vom Kleingebäck Baguette zum echten Brot? Angefangen von der Wahl der Mehle gibt es da unzählige Möglichkeiten.

Ich hab beschlossen mit zwei Vorteigen zu arbeiten und mich somit all der Vorteile eines Sauerteiges und eines Pouliches zu bedienen. 

Wo der Sauerteig als „Allrounder“ ins Rennen geht und Dinge wie Frischhaltung, Mundgefühl und Geschmack beeinflusst, kümmert sich der Pouliche um eine krachende Kruste. Am Ende möchte ich von dieser Knusperstange zwei entscheidende Dinge…

Zum einen möchte ich eine lange Frischhaltung die nicht typisch für Weißgebäck ist. Wichtig ist hier das die Porung offen, aber nicht zu offen ist.  Zum Anderen erwarte ich mir eine wie schon gesagt krachende Kruste und ein unnachahmliches Geschmackserlebnis das meinen Kopf in die Straßen von Paris befördert.

Ihr seht als… Da gibt es einige Dinge zu beachten die aber alle samt kein Hexenwerk stellen.

Ich hoffe ich kann euch mit der Herstellung und dem Genuss eine kleine Freude bereiten.

Okay… Was muss auf deinen Einkaufszettel?

-T80

-T65

-Salz

-Hefe

Tom‘s Knusperstangen:

Weizen-Sauerteig- Teig°C 26°C – 12-14 Stunden im Raum reifen lassen

300g T80 (alternativ Weizen812, Dinkel630 oder Tipo0 Orange)

250g Wasser

  30g Anstellgut

550g Sauerteig

Weizen-Pouliche- Teig°C 22°C –  10-12 Stunden im Raum reifen lassen

150g T65 (alternativ Weizen550, Weizen812, Dinkel630, Tipo0 Orange)

150g Wasser

    2g Hefe

302g Pouliche

Weizen-Autolyse- Teig°C 22°C – 5-24 Stunden in den Kühlschrank

550g T65 (alternativ Weizen550, Weizen812, Dinkel630, Tipo0 Orange)

300g Wasser

850g Autolyseteig

Hauptteig- Teig°C 22-24°C – Mischzeit 14 min langsam (bei nicht französischen Mehlen 10 min langsam und 2 min schnell) – 60 min Stockgare mit 2-3x Falten – Teiglinge zu Stangen formen und über Nacht in die Kühlung geben – Teiglinge aus dem Kühlschrank in den heißen Ofen und etwas 25-30 Backen (300-400g Teiggewicht)

850g Autolyseteig

550g Weizen-Sauerteig

302g Weizen-Pouliche

    3g Hefe

  21g Salz

1726g Knusperstangen Teig (ergibt 4-6 Stangen)

Manchmal reicht es kleine Dinge zu ändern um große Veränderungen zu bewirken! Tom the Baker

Tom‘s Vrioche: Ein Hefeteig der tierisch rockt!

Seit ewigen Zeiten ernährt sich der Mensch hauptsächlich durch die sogenannte Mischkost. Mischkost bedeutet am Ende fast alles. Menschen in besser gestellten Gegenden unseres Planeten hatten ein breiteres Portfolio an Nahrungsmitteln zur Verfügung. Fisch, Fleisch, Milchprodukte, Obst, Gemüse, Eier etc … Auch durch das Kultivieren und Anbauen nachwachsender Ressourcen wie beispielsweise Getreide war die Versorgung weitgehend sicher gestellt. Mit den Jahrhunderten veränderte sich auch das „Konsumverhalten“ der Menschen. Der Drang alles immer verfügbar zu haben war so groß, der Bedarf an sämtlichen Gütern musste gestillt werden. Was folgte war im laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte die Industrialisierung. Durch das Automatisieren von Arbeitsschritten wuchs die Produktivität. Mit dem Wachstum und der immer sich steigernden Wirtschaftlichkeit blieb leider viel auf der Strecke…. zu viel??

Ich möchte um nicht zu weit auszuschweifen, mich ausschließlich auf die Produktion von Lebensmitteln beschränken. Ich möchte es Gier nennen…. Die Gier nach mehr! Sie war und ist es, die der Reibungspunkt zwischen ethischen Grenzen und Respekt vor dem Leben darstellt. Stand 2019 schaut es meiner Meinung nach folgendermaßen aus. Alles schreien auf… jeder mahnt an wie schlecht es unserem Planeten geht und jeder ist auf einmal Aktivist für Gerechtigkeit. Wisst ihr was??? Geändert hat sich nichts!! Im Gegenteil!! Es wird immer schlimmer!! Die lächerlichen Klimaziele die eh jeder für ein Witz hält, sind nichts weiter als verschwendete Zeit. Ich denke… und das meine ich wirklich ernst… es muss jeder selber aktiv werden!!! Es muss sich jeder einzelne an die Hörner packen und für sich selber nachdenken was er denn tuen könnte. Mir ist bewusst das vielen der Zugang fehlt, die Wichtigkeit dieses Umdenkens und Umhandelns zu erkennen. Manchmal reicht es schon aus nicht bei jedem Einkauf eine Tüte zu kaufen…. ganz gleich ob Plastik oder Papier. Es ist denke ich die menge der kleinen leicht vermeidbaren Schritten. Die Industrtie die fleißig weiter alles versucht uns abhängig und dumm zu halten wird immer alles daran setzen uns in Plastikschalen gehüllten, geschälte Orangen anzubieten…. das wird sich nie ändern. Das wird sich nur verbessern, wenn wir Verbraucher den Produzenten die Richtung zeigen. Wir haben es in der Hand und wenn wir diesen ganzen Schwachsinn verweigern und unseren Einkaufswagen mit sauberen möglichst unverpacktem Material füllen…. dann meine Freunde… dann ist schon so unendlich viel erreicht. 

Verpackungen sind ja auch nur die Spitze des Eisberges. Der bereits erwähnte Respekt vor Leib und Leben sollte doch Antrieb genug sein zu sagen, das es jetz dann mal reicht!!! Ich möchte um ehrlich zu sein nicht der Zichtausendste sein, der den schrecklichen Umgang mit Tier und Mensch beleuchtet. Das sollte mittlerweile jeder auf dem Schirm haben. 

Es sollte jeder auf dem Schirm haben das Discount-, Massen- und Industrieware zu Ramschpreisen nicht gut sein kann!!! Wer was anderes behauptet lügt sich um sein Gewissen zu erleichtern in die eigene Tasche.

Wir fressen zu viel Fleisch, saufen zu viel Milch und futtern viel zu viele tierische Produkte. Sämtliche Wohlstandskrankheiten kommen nicht vom Verzehr von Tomatensalat!

Lasst uns, während die Verfettung und das Desinteresse der Verbraucher weiter voran schreitet, etwas tuen! Jeder für sich und ohne sich blenden zu lassen. Wer noch immer der Meinung ist das alles cool ist, der hat’s echt nicht geblickt!!

Backwaren sind zumeist eh schon Vegan. Ausnahme ist hier die Feinbäckerei und Konditorei. Gerade in produzierenden Betrieben in denen auf Kosten geachtet werden muss, ist die Qualität an dieser Stelle oft unterirdisch. Warum also nicht mal komplett ohne?? Was spricht dagegen?? Auch für Mischköstler oder Vegetarier wäre es doch mal interessant beispielsweise nen Hefeteig auf pflanzlicher Basis zu probieren!? Es geht hier nicht darum dem Fleischesser ein veganes Schnitzel anzubieten…. keineswegs! Das halte ich für absolut dämlich! Hier geht es darum die Vielseitigkeit der veganen Küche und Bäckerei aufzuzeigen…. zu zeigen das der Esstisch eines Veganers eben nicht zwingend mit Nahrungsergänzungsmitteln und grünem Salat gedeckt sein muss….

Tom‘s Vrioche ist ein echter Genuss…. so viel ist sicher!!!

So meine Freunde…. dann schmeißen wir uns doch mal ans Rezept. 

Tom‘s Vrioche:

Weizensauerteig- Teig°C 24°C / Reifezeit 10-12 Stunden

110g T80

  90g Wasser

  11g Anstellgut

200g Weizensauer

Hauptteig- Teig°C 24°C / Mischzeit- 20 min langsam bis mittel schnell / Stockgare 60 min / alle 20 min Falten / 650g auswiegen und mit etwas Öl rund formen / 650g für große Panettoneformen / Die Teiglinge mit Folie abdecken und ca 2-3 Stunden im Raum stehen lassen / Teiglinge mit Folie abgedeckt in die Kühlung packen / Im Kühlschrank können sie 10-36 Stunden schlafen / den Ofen auf 180°C vorheizen / Die Teiglinge mit etwas Schwaden in den Ofen geben und diesen direkt auf 160°C zurück stellen / Backzeit ca 30-35 min / Kerntemperatur ca 88-90°C

200g Weizensauer

450g Hafermilch (alternativ Mandelmilch oder Haselnussmilch)

900g T55 (alternativ Weizen550 und Weizen405 halb-halb oder auch Tipo 0 Orange)

100g Marzipan (über dem Wasserbad weich machen)

100g Rohrohrzucker

  20g Salz

    5g Tonkabohne

    2g Vanille

  20g Hefe

  80g Erdnussbutter

  90g Mandelmus

Abrieb einer Orange

15 min schonend und mit aller ruhe glatt mischen

125g Olivenöl (alternativ jedes Pflanzenöl)

Nach und nach dazu geben und weitere 5-8 min mischen

2092g Gesamtteig 

Während der Teig knetet, kannst du deine Früchtemischung vorbereiten.

Diese Früchtemischung gibst du lediglich auf den fertig gekneteten Teig und arbeitest sie während des Faltens mit ein. So bleiben die Früchte unbeschadet.

150g Orangeat

200g getrocknete Sauerkischen (alternativ Cranberry oder Rosinen)

200g ganze Haselnüsse ungeröstet (alternativ Walnüsse oder eine andere Edelnuss)

550g Früchtemischung 

2642g Gesamtteig (das ergibt 4 Vrioche a‘ 650g)

Sei bereit aus eigener Energie etwas zu bewegen… nur so kann das Kollektiv Berge versetzen! Tom the Baker